be part of...

zeitgeisty
be part of...

About zeitgeisty
Vom Interesse zur Entstehung
Die Entstehung von zeitgeisty beginnt mit Oliver und seinem Studium der Literaturwissenschaft. Dort hat er sich intensiv damit beschäftigt, wie eng Literatur mit Kunst, Musik und gesellschaftlichen Bewegungen verwoben ist. Ein Thema hat ihn dabei besonders gepackt: die Gegenkultur der 1960er Jahre. Die wilde, unangepasste Prosa von Hunter S. Thompson, William S. Burroughs und Tom Wolfe, die Aufbruchsstimmung der Hippie-Bewegung und ihr enger Schulterschluss mit dem psychedelischen Rock – für Oliver war das mehr als akademischer Stoff, es war eine ganze Epoche, die durch Bücher und Songs gleichermaßen spricht.
Immer wieder erlebte er, wie fasziniert Freund*innen und Bekannte reagierten, wenn er von seiner aktuellen Lektüre erzählte und dabei die Verbindungen zur Musik aufzeigte. Selbst jene, die in ihrer Freizeit eigentlich keine Bücher lasen, staunten, wie viel spannende Literatur es gibt, die in der Schule nie behandelt wird: einflussreiche Texte, die Gesellschaften und Kulturen geprägt haben und trotzdem im klassischen Bildungskanon kaum vorkommen.
Vom Staunen zur Idee
Aus diesem immer wiederkehrenden Staunen entstand bei Oliver eine Idee: Was, wenn man daraus ein eigenes Format machen würde – ein eigenes Event, das Menschen zusammenbringt und sie über Themen wie Protest und Rock'n'Roll ganz unmittelbar an Literatur heranführt? Ein Format, das interessen- und generationenübergreifend einlädt, sodass alle, die sich für Musik und/oder Geschichte begeistern, dabei fast beiläufig auch den Zugang zur Literatur finden.
Von der Idee zum Konzept
Die Idee reifte weiter, und ein zusätzlicher roter Faden kam hinzu: der Blick auf eine bestimmte historische Dekade. Jede Ausgabe des Formats sollte sich einem Jahrzehnt widmen, in dem Literatur, Musik und gesellschaftlicher Umbruch besonders eng miteinander verflochten waren – und so einen ganzen Zeitgeist lebendig werden lassen.
So ist zeitgeisty entstanden: ein Format, das drei Ebenen miteinander verbindet:
1. die Lesungen, die literarische Stimmen einer Zeit zu Wort kommen lassen, wobei die Programminhalte stets von der Literatur ausgehend erarbeitet werden;
2. die Livemusik, die – in ihrer Verbindung zu den literarischen Themen – den Sound der Zeit hörbar macht;
3. die Moderation, die den historischen Kontext greifbar macht und Geschichte in ihrer Verwobenheit mit Literatur und Musik unterhaltsam vermittelt.
In Zusammenarbeit mit Gestalter*innen kam außerdem eine visuelle Ebene hinzu, die den Zeitreise-Charakter zusätzlich verstärkt. Dadurch fühlt sich eine zeitgeisty-Erfahrung für das Publikum nicht nur wie ein kulturelles Event an, sondern wie eine kleine Reise in eine vergangene Zeit. Seit 2022 ist diese visuelle Ebene auch fester Bestandteil der Bühnen-Szenografie von zeitgeisty.
Im Jahr 2026 wird das Prinzip der Zeitreise in eine einzelne Dekade erstmals durchbrochen: Ausgehend vom Fokus auf die Themen Umwelt und Ökologie bereist zeitgeisty mit dem Programm »Echoes of Ecology« einen Zeitraum von vier Dekaden (1962–2000).
Von einem Initiator zu einem Team: Eine kleine Geschichte der zeitgeisty-Entwicklung
Nachdem Oliver 2016 mit der Literarischen Gesellschaft Ostwestfalen-Lippe – Literaturhaus Bielefeld e.V. einen Träger für das Projekt gewinnen konnte, brachte er zunächst eine Kooperation mit dem Fachbereich Gestaltung der HSBI auf den Weg. In den folgenden Jahren entwickelten Student*innen aus Seminaren von Uwe Göbel die Gestaltung für die ersten Programme.
Über Uwe bekam Oliver Kontakt zum Bielefelder Lyriker Hellmuth Opitz. Hellmuth war die erste Person auf dem Weg zum zeitgeisty-Team: Seit 2017 wirkt er an der Konzeption der Programme mit. Seitdem teilen Oliver und Hellmuth ihre Leidenschaft für Literatur und Musik.
Im selben Jahr nahm Oliver für die Livemusik Kontakt zur Musiker*innen-Vermittlung der Hochschule für Musik Detmold auf. Auf seinen Projekt-Pitch hin meldete sich eine Gruppe von vier Musikern: Georg N. Schmitt, Marius Strootmann, Michael Rettig und René Pauls. So entstand die zeitgeisty-Band Jumbo and the Elephantz. Georg, Marius und Michi gehören seitdem fest zum zeitgeisty-Team.
2018 übernahm der Bunker Ulmenwall e.V. die Trägerschaft von zeitgeisty. Seither werden kontinuierlich neue Projekte umgesetzt und Programme entwickelt, und auch das Team ist mit der Zeit gewachsen: 2020 kam Marja Kersten dazu, die Oliver aus gemeinsamen Zeiten an der Universität Bielefeld kennt. Sie arbeitet mit Oliver und Hellmuth an der Konzeption der Programme und übernimmt – ebenso wie Hellmuth – einen Großteil der Lesungen bei den Shows. Als Leser und Teil des Konzeptionsteams war außerdem Nicolas Bröggelwirth temporär dabei.
Bei Jumbo and the Elephantz gab es im Laufe der Jahre einige Wechsel: Florian Altenhein übernahm von 2019 bis 2022 das Schlagzeug, ehe Jens Korte die Sticks in die Hand nahm; seit 2022 spielt er, lediglich bei der Tour 2025 vereinzelt vertreten durch Daniel Kaczmarek. Seit 2020 ist aus dem ursprünglichen Quartett ein Quintett geworden, da eine Sängerin fester Bestandteil der Band wurde: Nach Anna Borsdorf (2020–2022) und Karin Peters (2023–2024) ist seit 2024 Kristin Shey Teil des zeitgeisty-Teams. Hendrik Säck, der beim Programm »Die Goldenen Zwanziger 1919–1929« als Musiker dabei war, begleitet das Projekt seitdem als Tontechniker und kümmert sich um TechRider und Soundaufnahmen. Bei der Tour zum Programm »Echoes of Ecology 1962–2000« wird Michi am Klavier durch Felix Dransfeld ersetzt.
Die professionellen Musiker*innen der zeitgeisty-Band übernehmen seit jeher die Arrangements der Stücke, die dadurch immer mehr sind als einfache Cover der Originale.
Die Gestaltung liegt seit 2019 in den Händen von Nina Schengber und Eric Sproten von vomkiosk – Büro für Gestaltung in Melle, die damit einen weiteren festen Pfeiler des zeitgeisty-Teams bilden. Sie verantworten die visuelle Ebene der Zeitreisen, entwickeln unter anderem Plakate, Booklets und Flyer und betreuen die zeitgeisty-Website.
Weiterentwicklungen und Netzwerk
Über die Jahre hat sich das Portfolio von zeitgeisty über Veranstaltungen und Touren hinaus um digitale Maps und eine Hörreise erweitert. Diese Entwicklungen sind auch den Kooperationspartner*innen von zeitgeisty zu verdanken, deren Zahl in den letzten Jahren stetig gewachsen ist. Als kontinuierliche Partner hervorzuheben sind dabei das Stadtarchiv Bielefeld und das Stadtarchiv Münster, wodurch zeitgeisty seit 2023 auch lokale und regionale Geschichte in die Programme einbringen kann.
Insgesamt ist mittlerweile ein ganzes zeitgeisty-Netzwerk entstanden, zu dem auch die Venues gehören, die im Rahmen der Touren teils schon seit vielen Jahren bespielt werden – die Veranstaltungen werden so auch zu einem Wiedersehen alter Bekannter. Das Team freut sich dabei ebenso über alle neuen Partner*innen im Netzwerk und ist stets gespannt auf neue Kooperationen, Venues und die Menschen, die dahinterstehen.
Das zeitgeisty-Team
Künstlerische Leitung: Dr. Oliver M. Pawlak (seit 2017; Moderation, Lesungen, Gesang)
Co-Konzeption und Lesungen: Hellmuth Opitz (seit 2017), Marja Kersten (seit 2020), Nicolas Bröggelwirth (2021-2024)
Arrangements und Live-Musik:
zeitgeisty-Band Jumbo and the Elephantz
Aktuelle Besetzung: Georg N. Schmitt (seit 2017; Saxophon, Gitarre u.v.m.), Marius Strootmann (seit 2017; Kontrabass, Bassgitarre, Gitarre u.v.m.), Jens Korte (seit 2022; Drums & Percussion), Kristin Shey (seit 2024; Gesang, Gitarre), Felix Dransfeld (2026; Klavier/Keyboard)
Pausierender Musiker: Michael Rettig (2017-2025; Klavier/Keyboard, Gitarre, Akkordeon u.v.m.)
Ehemaliger Musiker*innen: René Pauls (2017-2018; Drums & Percussion), Florian Altenhein (2018-2022; Drums & Percussion), Anna Borsdorf (2020-2022; Gesang), Hendrik Säck (2022; Gitarre, Saxophon), Karin Peters (2023-2024; Gesang, Geige), Daniel Kaczmarek (2025; Drums & Percussion)
Tontechnik: Hendrik Säck (seit 2022)
Gestaltung:
vomkiosk – Büro für Gestaltung (Nina Schengber, Eric Sproten) (seit 2019)
Larissa Siepmann (2017-2019)
Tom Herzog, Alina Honsel, Katrin Jeworowski, Leon Pöhler (2017-2018)












